Aventis-Workshop "Medikamente der Zukunft"
Durch die Vermittlung von Peter vom
Team von spezis.de
wurden 3 Schüler der Spezis zum Aventis-Workshop
"Medikamente der Zukunft" am 13. und 14.6.2004 ins
Kloster Eberbach (Rheingau, 15 Kilometer von Wiesbaden)
und zu Aventis im Industriepark Frankfurt-Höchst
eingeladen. Felix Schreck aus Jena und Tony Fuss aus
Ilmenau folgten dieser Einladung und nutzten
2 Tage zusammen mit hessischen Schülern die
Gelegenheit, mehr über Stammzellen, Krebstherapie
und natürlich Aventis zu erfahren. Wie es den
beiden gefallen hat - lest selbst!
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Aventis für
die freundliche Unterstützung und unkomlpizierte
Zusammenarbeit.
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Erfahrungsbericht von Felix Schreck
Das Aventis-Seminar war eine Veranstaltung, bei der sich begabte Jugendliche aus
Hessen und Thüringen trafen, um zwei interessante Tage miteinander zu verbringen
und dabei "Die Medizin der Zukunft" näher kennen zulernen. Das Ziel der Veranstalter
war es, uns Grundlagen zum Verständnis der medizinischen Forschung zu vermitteln
(Was sind Stammzellen?, Was ist Krebs?) und einen Einblick in die verschiedenen
Fortschritte auf medizinischem Gebiet zu geben.
Der Sonntag war etwas hektisch, denn ich musste schon um 11.00 Uhr auf dem
Frankfurter Hauptbahnhof sein. Wir fuhren dann zum wunderschönen Kloster
Eberbach, das in einem sehr schönen, ruhigen Tal liegt. Das Mittagsbuffet
war sehr gelungen, denn es gab verschiedene Kalt- und Warmspeisen, die es
sicher sonst nur in sehr guten Restaurants gibt. An unseren Sitzplätzen fanden
wir dann einen Beutel, in dem sich Schreibunterlagen befanden sowie ein Buch
mit dem Titel "Jetzt kommt die Wissenschaft!". Darin geht es um die verschiedensten
Themengebiete und darum, welche Fortschritte auf ihnen erzielt werden.
Das erste Vortragsthema folgte anschließend: Es ging um die Entstehung von Krebs
und um Therapien, die den Krebs bekämpfen. Es war wirklich interessant und
informativ, was durch die anschließenden Fragen der Teilnehmer und eine kleine
Diskussion untermalt wurde.
Der zweite Vortrag drehte sich dann um ein umstrittenes Thema: Stammzellen und
Stammzelltherapie. Dieses Thema war ebenfalls für alle Teilnehmer verständlich
dargestellt und eröffnete eine ganz neue Sichtweise auf dieses Themengebiet.
Die anschließende Diskussion- auch zu ethischen Problemen der Stammzellentherapie
verdeutlichte wieder, dass ein sehr großes Interesse vorhanden war.
18.00Uhr wurde uns das Kloster Eberbach von einer kessen Reiseführerin gezeigt.
Sie hat es wirklich verstanden, die Geschichte des Klosters auf witzige und
anspornende Art und Weise darzustellen. Das anschließende Abendessen in der
rustikalen Klosterschenke war sehr lecker und sehr reichhaltig. Durch das
entsprechende Ambiente war der Abend wirklich gelungen.
Am nächsten Tag fuhren wir in den Forschungspark Frankfurt-Höchst, der überwältigend
groß ist und für einen Thüringer einen phänomenalen Anblick bot. Der ganze Aufenthalt
in diesem Park stand unter dem Thema "Insulinproduktion". So hörten wir zuerst einen
Vortrag über die künstliche Herstellung von Insulin und durften anschließend selbst die
Produktionsanlagen besichtigen. Nach dem anschließenden Mittagessen war der Workshop
leider schon zu Ende und wir wurden zum Bahnhof zurück gefahren.
Das Seminar war wirklich eine tolle Erfahrung, die ich nur weiter empfehlen kann. Es
war die beste Möglichkeit, Begabte kennen zu lernen, aber vor allem seine Kenntnisse
auf dem Gebiet der Medizin zu vertiefen.
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Erfahrungsbericht von Tony Fuss
Die Anreise zum Frankfurter Hauptbahnhof von Fulda aus klappte reibungslos, wie auch das
Treffen am Service Point der Bahnhofshalle, trotz unbekannter Gesichter. Als dann alle
Teilnehmer eingetrudelt waren fuhren wir mit dem Bus aus der Großstadt in die herrliche
Gegend Rheingau und erreichten bald Eltville. Dort kamen wir dann an das Kloster Eberbach
und konnten uns bei einem warmen Häppchen zum Mittag mit den andren Teilnehmern bekannt
machen.
Nach einem kleinen Spaziergang, mit den neuen Bekanntschaften, rund um das Kloster hörten
wir gespannt dem Vortrag von Dr. Detlef Kozian. In seinem Vortrag erklärte er, wie in
Zukunft jeder Mensch seinen eigenen genetischen Code auf einem Speichermedium besitzen
wird. So kann die medikamentöse Behandlung präziser und mit deutlich weniger Nebenwirkungen
erfolgen. Außerdem verdeutlichte er, wie man Krankheiten, die aus genetischen Defekten
resultieren, mit neuartigen Medikamenten behandeln kann. Dabei ging er auch auf Nachteile
und ethische Fragen dieser Fortschritte ein.
Anschließend bezogen wir unsere komfortablen Zimmer im Klosterhotel. Dr. Ahmed Mansouri
erzählte uns dann von seiner Arbeit, wie auch von den Fortschritten in der Mausgenetik.
Wir begriffen die Vor- und Nachteile von Stamm- und Keimzellentherapie und erfuhren weitere
Zusammenhänge der Genwissenschaft. Nach einer kleinen Pause auf unseren Zimmern machten
wir eine interessante Führung durch die Klosteranlage. So konnten wir anschließend an das
Kulturprogramm gemeinsam in der Klosterschänke ein deftiges Abendbrot genießen. Die
Fußballfans unter uns verzogen sich dann schnell auf die Zimmer. So endete dieser
gelungene Tag noch mit einem der wohl besten Spiele der EM.
Am nächsten Morgen, der mit einem reichlichen Frühstück begann, fuhren wir wieder in die
Stadt. Im Industriepark Höchst angekommen lauschten wir gespannt dem Vortrag von Dr.
Johannes Meiwes. Danach wussten wir nicht nur über die moderne Insulinproduktion,
sondern auch über die wichtigsten internen Strukturen der Firma Aventis bescheid.
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Im Anschluss daran entschied ich mich für die Führung mit Dr. Günther Eisbrenner
durch die Halle von Fermtec. Dort erklärte er uns, wie sie die wichtige Vorstufe des
Insulins herstellen und zeigte uns die dazu benötigte Maschinerie.
Ich war auch sehr
über die Dimensionen der Ausbeute überrascht, denn ich hatte mir den Aufwand etwas
größer vorgestellt. Aber die Technik ist in manchen Stellen schon unvorstellbar weit.
Das Mittagessen in der Kantine von Aventis war üppig und sehr bereit gefächert im
Angebot. Als unsere Bäuche voll und die E-Mail Adressen ausgetauscht waren hieß
es nach einer kurzen Busfahrt zum Hauptbahnhof "Servus und Good bye".
So ging ein Wochenende voll neuerworbenem Wissen zu Ende. Ich kann mich nur bei
Aventis für diesen gelungenen Workshop bedanken und natürlich auch bei dem Spezinetzwerk
für die Vermittlung.
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