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Sanofi-Aventis-Workshop im Göttinger Experimentallabor x-lab

Durch die Vermittlung von Peter vom Team von spezis.de wurden 3 Schüler der Spezi Magdeburg vom 08.-15.10.2006 zu einem Sanofi-Aventis-Workshop im Experimentallaber x-lab nach Göttingen eingeladen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Sanofi-Aventis für die freundliche Unterstützung und unkomplizierte Zusammenarbeit.

Erfahrungsbericht von Anne Richter, Susanne Langnäse und Gesina Goldau (Spezi Magdeburg)

Kurz vor Beginn der Sommerferien 2006 erfuhren wir über einen unserer Lehrer vom Workshop im Göttinger Experimentallabor x-lab vom 8.-15.10.06. Aufgrund unserer Studienwünsche (Medizin und Pharmazie) waren wir intereßiert und haben uns kurzerhand beworben. Am 8.10. kamen wir drei Mädchen vom mathematisch-naturwißenschaftlich-technischen Gymnasium "Werner-von-Siemens" Magdeburg in Göttingen an. Bei einem ersten Abendeßen im x-lab lernten wir die anderen Workshopteilnehmer aus Berlin kennen und wurden freundlich von einer Mitarbeiterin von Sanofi-Aventis und den Mitarbeitern des x-lab begrüßt. Am Montag begann dann auch gleich das Praktikum. In einem Anatomiekurs befaßten wir uns zunächst theoretisch mit dem Aufbau des Herzens. Danach ging es sofort ins Labor, wo wir ein Schweineherz präparierten. Am Abend erkundeten wir die Innenstadt im Rahmen einer Stadtrallye selbstständig und hatten am nächsten Tag die Möglichkeit, unser bereits gesammeltes Wißen durch eine Stadtführung zu erweitern. er Nachweis eines Gendeffekts am Beispiel der Sichelzellenanämie beschäftigte uns am Dienstag und Mittwoch. Techniken, die uns sonst nur theoretisch aus dem Biologieunterricht bekannt waren, führten wir hier praktisch durch: Aufreinigung der DNA, PCR, Restriktionßpaltung und Gelelektrophorese.

Um Göttingen auch einmal von oben zu betrachten, wanderten wir am Mittwoch zur nahegelegenen Burg Pleße, wo wir das gemütliche Beisammensein im Restaurant genoßen. Unser Thema am Donnerstag lautete "Hormonelle Regulation des Blutzuckerspiegels". Dabei haben wir unter Zusatz von Insulin oder Glucagon die Bildung von Glycogen über die Entstehung von Phosphat-Ionen nachgewiesen. Mithilfe eines Photometers konnte man deren Konzentration bestimmen. Am Abend spaltetet sich die Gruppe auf, ein Teil besuchte das Theater("Die Grönholm-Methode"), der andere ging ins Kino ("Das Parfum"). Der Freitag war der letzte Tag, an dem wir praktisch aktiv werden konnten. Noch einmal stand Anatomie auf dem Programm, diesmal haben wir das Gehirn makroskopisch und mikroskopisch untersucht. Davon waren wir so fasziniert, daß wir dann auch noch die Gehörknöchelchen und einige Nerven herauspräpariert haben.

Am Samstagnachmittag wanderten wir hinauf zum Max-Planck-Institut, wo wir uns zwei sehr intereßante Vorträge angehört haben. Bevor wir am Sonntag zum Abschluß ins Phaeno nach Wolfsburg fuhren, übergaben wir beim Abendbrot in einer Gaststätte in der Göttinger Innenstadt einem unserer Dozenten das Gästebuch. Wir wollten das Buch unbedingt persönlich überreichen. Wir waren von der gesamten Woche total begeistert, da einfach alles gestimmt hatte - die Art des Unterrichts, die netten Lehrer, die Atmosphäre in der Gruppe und im x-lab, das Programm und schließlich und endlich das Eßen.

Erfahrungsbericht von Anna Lätzer (Spezi Jena)

Ende des vergangenen Schuljahres bekam ich von meiner Lehrerin einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem es um einen Workshop für begabte Jugendliche aus Heßen und Berlin ging. Eventuell hätte ich die Chance als Jenaer "Spezi" einen Platz zu bekommen, meinte sie. Die Idee fand ich sehr ansprechend und so setzte ich mich mit spezis.de in Kontakt. Das brachte mir schließich, eine Woche vor Beginn des zweiten Durchlaufes des von Sanofi-Aventis gesponserten Workshops, einen Nachrückplatz in das XLAB Göttingen ein. Den Freistellungsantrag von der Schule bekam ich schnell bewilligt.

Am Samstag dem 14.10. kam ich am frühen Nachmittag in Göttingen an und traf an der Bushaltestelle prompt die ersten "Heßen". Nach einer ersten gemeinsamen Mahlzeit wurden die Zimmer im Gästehaus nebenan aufgeteilt und das Gepäck abgestellt. Dann ging es auch schon zur ersten fachlichen Unternehmung des Workshops - ins MPI, um dort zwei sehr intereßante Vorträge zu verfolgen. Im Anschluß gab es ein "Kennenlernabendeßen" für uns in einer Gaststätte in der Innenstadt Göttingens. Der Sonntag umfaßte eine Fahrt nach Wolfsburg in die Experimentierlandschaft des Phaneo. Abends, nach der Abreise der Berliner, wurden wir mit einem Vortrag über das XLAB offiziell begrüß.

Montag Morgen ging der Ernst des Seminars los. Im Kurs "Molekularbiologischer Nachweis eines Gendefekts am Beispiel der Sichelzellenanämie inklusive PCR" war Fingerspitzengefühl beim Pipettieren gefordert. Am Abend hatten wir die Aufgabe, Göttingen in einer Stadtralley kennen zu lernen, erfolgreich gemeistert und zur Belohnung gab es ein bleifreies Freigetränk für jeden in einer der gesuchten Kneipen. Dienstag führten wir unsere Versuche vom Vortag fort, um letztendlich durch Gel-Elektrophorese festzustellen, welche Gruppe Sichelzellenanämie hatte und welche nicht. Abends wurde unser Wißen über Göttingen in einer anschaulichen Stadtführung erweitert. Der Mittwoch umfaßte den Kurs "Hormonelle Regulation der Blutglucosekonzentration", wobei wieder vor allem die praktische Arbeit im Vordergrund stand. Nach einer Wanderung zur Burg "Pleße", dem Abendeßen im dortigen Restaurant und einer Rückfahrt im Taxi fielen alle schnell in ihre Betten, um am nächsten Tag ausgeschlafen für Anatomie und den anstehenden Fernsehauftritt zu sein.

Bereits beim Frühstück machten wir mit dem Kamerateam des Heßischen Rundfunks Bekanntschaft. Während der Zeit bis zum Mittag befaßten wir uns erst theoretisch und dann praktisch mit dem Aufbau des Herzens. Kurz vor 13 Uhr verabschiedete sich das Fernsehteam und wir machten uns auf den Weg zum Deutschen Primatenzentrum, um dort einiges Wißenswertes über aktuelle Forschungen und die dort lebenden Tiere zu erfahren. Für unseren letzten gemeinsamen Abend stand für alle ein Besuch im Theater ("Aus dem Staub") an. Am nächsten Morgen waren bereits überall traurige Gesichter wegen des kommenden Abschieds zu sehen, die aber in anbetracht der Tatsache, daß wir heute ein Gehirn untersuchen sollten, schnell den Platz für gespannte Aufmerksamkeit freimachten. Doch auch das ging leider irgendwann vorbei und schließich war es kurz vor 16 Uhr und kaum noch Zeit zum Verabschieden, da die meisten schnell den Bus bekommen mußten. Damit ging eine sehr schöne und lehrreiche Woche für mich zuende, die mir sicher noch lange Zeit in Erinnerung bleiben wird!

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